Beschlussvorlage zu Windindustrieanlagen Harzgerode

Am 04.09.2025 soll der Stadtrat Harzgerode über unten einzusehende Beschlussvorlage entscheiden. Auf Druck der Industrieunternehmen BOHAI Trimet Automotive Holding GmbH (und deren Insolvenzverwalter), Rheinmetall und Elrec-Service – Schreiben sind ebenfalls im PDF anhängig – sollen zwei Wind’parks‘ in unmittelbarer Nähe zu Harzgerode entstehen, die die im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen mit Direktstrom aus ‚Grüner Energie‘ versorgen sollen. Als Gründe werden rapide gestiegene Industriestromkosten und die Sicherung von 900 Arbeitsplätzen benannt.

8 bzw. 3 Kilometer liegen zwischen den geplanten Windindustriegebieten und dem Gewerbegebiet. Um letzteres direkt mit Strom versorgen zu können, müssen neue Netze entstehen. Und Speicher. Denn jeder weiß: Wind und Solar sind momentan nicht grundlastfähig, können nicht gleichmäßig und zuverlässig Strom liefern. Speicher in der benötigten Größenordnung stehen noch nicht zur Verfügung. Da muss die Frage erlaubt sein, wie eine Direktversorgung möglich sein soll – ohne konventionellen Strom als Ausgleich.

Warum sind die Stromkosten innerhalb der letzten Jahre, besonders seit dem Ausbau der sog. Erneuerbaren Energien – so gestiegen? Werden durch diese zwei dicht beieinanderliegenden Windgebiete evtl. andere Arbeitsplätze, bsp. in der Tourismusbranche Harz – vernichtet? Was passiert mit den Energiekosten und der regionalen Wertschöpfung, wenn Förderungen, Akzeptanz- und Ausgleichszahlungen wegfallen?

Fragen, die vielleicht in der Ratssitzung beantwortet werden.


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