Windkraftgegner machen mobil? Ein Volksstimmeartikel vom 5.3.2026, der nachdenklich stimmt.

Dazu hat unserer Vereinsmitglied Silke einen Leserbrief verfasst. Wir dürfen gespannt sein, ob die Volksstimme ihn veröffentlicht.

Wir stellen ihn schon heute für euch auf die Netzseite.

Leserbrief zum Artikel
Windkraftgegner machen mobil vom 5.3.2026

Diese Überschrift klingt nach Krieg. Ich frage mich, warum Frau Scholz diese Worte gewählt hat. Sie benutzt sie für Menschen, die sich für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft und der Lebensräume der hier lebenden Tiere und Pflanzen einsetzen, für die Erhaltung gesunder Böden und Gewässer, für unser aller Gesundheit und für eine sinnvolle Energiepolitik, die eine stabile und bezahlbare Stromversorgung gewährleistet. Wind und Sonne stellen immer höhere Rechnungen, die wir als Stromkunden seit vielen Jahren bezahlen müssen, genau wie Subventionen und Akzeptanzgelder. Was ist eine Energie wert, die auf solch wackligen Säulen fußt, die Leben und Lebensräume beeinträchtigt oder (zer)stört?
Die sogenannten Windkraftgegner, zu denen auch ich zähle, streben von Beginn an einen Dialog an und werden kaltgestellt. Vor zehn Jahren haben sich die Kommunen und Gemeinden gegen die Windkraft entschieden, um den Rotmilan und die unverstellte Sicht zum Brocken zu schützen. Heute spielt beides keine Rolle mehr. Weil Geld die Welt regiert. Niemand wird um diese Industrieanlagen herumgucken können. Niemand kann Ausgleichsflächen schaffen, wenn es keine unberührten Räume mehr gibt. Niemand kann garantieren, dass der Rotmilan bleibt und seine Population stabil bleibt. Es kann nicht mal garantiert werden, dass das Köder-Geld wie bisher und wie versprochen weiter fließt. Liebe Frau Scholz, niemand von uns macht mobil. Jeder von uns handelt aus Sorge um das, was er liebt.


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